Bei gestörter Vitamin B12 AufnahmeWelche Personen sind besonders häufig betroffen?Abhängig von der Ursache eines Vitamin B12 Mangels sind unterschiedliche Personengruppen betroffen. Vitamin-B12-Mangel aufgrund der ErnährungsweiseEine zu geringe Aufnahme von Vitamin B12 über die Nahrung tritt in erster Linie bei Personen auf, die sich überwiegend oder ausschließlich vegetarisch ernähren. Aber auch in anderen Situationen kann es zu einer Fehl- oder Mangelernährung kommen. Speziell ältere Menschen haben oft eine Abneigung gegen Fleisch, Wurstwaren und Milchprodukte und entwickeln deshalb einen Vitamin B12 Mangel. Auch schwer kranke Menschen und Alkoholiker befinden sich oft in einem schlechten, einseitigen Ernährungszustand. Schaubild
Quelle: Hermann, W.: Die Bedeutung der Hyperhomocysteinämie als Riskiofaktor für degenerative Erkrankungen: ein Überblick. 44. Hamburger Symposium über Blutgerinnung und Klinische Hämostaseologie, 2001
Unzureichende Verdauung und gestörte AufnahmeWeit häufiger entsteht ein Vitamin-B12-Mangel durch unzureichende Verdauung der Nahrung oder durch gestörte Aufnahme von Vitamin B12 in den Organismus. Besonders betroffen sind ältere Menschen, da diese häufig an einer nicht bemerkten chronisch atrophischen Gastritis leiden. Die durch die Erkrankung erniedrigte Produktion von Magensäure und Intrinsic factor führt zu einer verminderten Aufnahme von nahrungsgebundenem Vitamin B12. Aber auch andere Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, z. B. Entzündungen, Krebsleiden oder das Fehlen von Magen- oder Darmabschnitten nach einer Operation können zu einer verminderten Vitamin-B12-Aufnahme führen. Nach neueren, gründlichen Laboranalysen ist anzunehmen, dass 50 bis 60 % der Senioren, die älter als 65 Jahre sind, Zeichen eines Vitamin-B12-Mangels aufweisen. Wechselwirkungen mit MedikamentenBestimmte Medikamente können die ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitamin B12 behindern. Die regelmäßige Einnahme von Antacida, H2-Blockern wie Cimetidin und Ranitidin oder Protonenpumpen-Inhibitoren wie Omeprazol und Lansoprazol reduzieren die Produktion von Magensäure und somit die Freisetzung von Vitamin B12 aus der Nahrung. Auch der Lipidsenker Cholestyramin, die Antibiotika Chloramphenicol und Neomycin sowie das Antidiabetikum Metformin behindern die Aufnahme von Vitamin B12 in den Körper. Erhöhter Bedarf an Vitamin B12Neben zu geringer Verfügbarkeit von Vitamin B12 für den Stoffwechsel gibt es auch Situationen, in denen ein erhöhter Vitaminverbrauch zu einem Mangel führen kann. Das sind beispielsweise
Auch hier kann die Einnahme von hoch dosiertem Vitamin B12 eine Steigerung der allgemeinen Leistungsfähigkeit bewirken. Wie sichert man eine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12?Eine normale, ausgewogene Ernährung deckt bei Gesunden völlig den Bedarf des Stoffwechsels an Vitamin B12. Etwa 50% des Vitamins werden über Fleisch und Wurstwaren und weitere 30% über Milch, Milchprodukte und Eier dem Körper zugeführt. Eine jahrelange, ausreichende Versorgung vorausgesetzt, sind hauptsächlich in der Leber große Vitamin-B12-Speicher angelegt, die für drei bis vier Jahre ausreichen. Sollten aber durch eine zu geringe Zufuhr oder durch Erkrankungen, die die Aufnahme von Vitamin B12 in den Körper behindern, oder durch länger andauernden erhöhten Bedarf bereits Defizite vorhanden sein, kann es bereits zu einem funktionellen Vitamin-B12-Mangel mit den ersten unspezifischen Symptomen kommen. Im Fall einer unzureichenden, gestörten Vitamin B12-Aufnahme und in Phasen mit einem erhöhten Vitaminverbrauch kann die Einnahme eines hoch dosierten Vitamin B12-Präparats Konzentration und Leistungsfähigkeit steigern. |
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